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Körper / Geist
Manchmal beobachtet man in seinem Umfeld Menschen, die ihrem Leben plötzlich einen neuen Sinn oder eine neue Richtung geben. Oft ist der Auslöser ein existenzielles Ereignis, wie beispielsweise eine schwere Krankheit, Arbeitslosigkeit oder der Verlust eines nahen Menschen. Auf einmal denken sie über ihr Leben nach, suchen Dinge, die für sie wichtig sind und gestalten ihr Leben bewusster. Warum aber bringt uns oft erst ein erschütterndes Ereignis dazu, über uns und über unser Leben nachzudenken? Warum nehmen wir uns erst dann die Zeit einmal in Ruhe in uns hineinzuhören und uns zu fragen: „Was will ich wirklich? Was sind meine Ziele und meine Bedürfnisse? Was lasse ich mir von aussen aufzwingen? Was macht mich krank, was erhält mich gesund?“
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Gesundheit und Fitness finden auch im Kopf statt. Körper, Geist und Seele sind nicht zu trennen. Die Psychosomatik ist oft eindeutig, das Wechselspiel und die gegenseitige Abhängigkeit von Physiologie und Psyche sind nachgewiesen. Dieses Phänomen ist ganz einfach an der Körperhaltung zu erkennen: Ein niedergeschlagener Mensch lässt die Schultern hängen und blickt trübsinning in die Runde. Ein selbstbewusster Mensch geht mit erhobenen Kopf, aufrechter Haltung und einem Lächeln durch die Welt. Dieses Wechselspiel zwischen Körper und Psyche gilt es zu nutzen. Dabei reicht es allerdings nicht nur seinen Körper zu trainieren. Leider zeigt sich in der heutigen Gesellschaft eine Tendenz zu negativen Gedankenmuster. Der Mensch hat am Tag etwa 50 000 Gedanken. In unserer Gesellschaft sind rund 45000 davon negativ. Meist ist das Glas nicht halb voll, sondern halb leer. Denkt ein Mensch ständig negativ, sei es über sich selbst, über sein Aussehen, seine Fähigkeiten oder aber auch Negatives über andere, muss er sich nicht wundern, wenn er nur Negatives im Leben vorfindet. Positiv Denken, diesen Rat hört man nur allzu oft, aber wie setzt man ihn um?
Beim Körper ist uns klar – diesen können wir trainieren, wir können den Herzmuskel kräftigen oder den Rücken stabilisieren. Was wir nicht können, ist eine Körpergrösse von 180 auf 190 Zentimeter zu erhöhen. Auch gewisse Fähigkeiten, wie Durchsetzungskraft oder Fürsorglichkeit lassen sich nur bedingt und mit größter Anstrengung entwickeln. Die eigene Denkweise oder Einstellung lassen sich hingegen trainieren. Die Aufmerksamkeit kann mit Training bewusst auf positive Aspekte gelenkt werden. Im Sinne einer ganzheitlich orientierten Philosophie gibt es Werkzeuge, die zu mehr Zufriedenheit, Gelassenheit und Selbstwertgefühl führen und individuelle Werte und Bedürfnisse berücksichtigt.
Dazu gehören Entspannungs- und Lerntechniken ebenso Mittel zur Persönlichkeits- und Kommunikationsentwicklung. Dabei versteht sich der Mentaltrainer nicht als Therapeut, Arzt, Krankengymnast oder Psychologe. Der Mentaltrainer ist ein Coach, der die Menschen bei einen bewussten Prozess unterstützt, ihre Denk- und Handlungsweise positiv zu verändern.
Der Therapeut, Arzt oder Krankengymnast unterstützt Kranke beim Genesungsprozess und begeleitet sie durch die Heilbehandlung. Der Fitness Trainer hingegen hilft gesunden Menschen mehr Leistungsfähigkeit zu erlangen. Die Kompetenz überschneidet sich natürlich in bestimmten Bereichen, es bedarf aber dennoch unterschiedliches Know-how aus verschiedenen Wissensgebieten.
Der Psychologe oder Psychotherapeut hilft psychisch kranken Menschen ihre individuelle seelische Krankheit zu bekämpfen und zu besiegen. Der Mentaltrainer hingegen unterstützt psychisch gesunde Personen bei der bewussten Gestaltung des eigenen Lebens und ihrer Persönlichkeit. Er hilft ihnen ihre Wertewelt zu leben, die eigenen Stärken und Engpässe wahrzunehmen und die individuellen Ziele zu erreichen. Durch Mentaltraining lernt man mit positiven wie auch hindernden Gewohnheiten umzugehen, reflektiert seine persönlichen Glaubenssätze und lernt sein eigenes positives Selbstbild in den unterschiedlichen „Lebensrollen“ zu entwickeln.
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