Offener Brief von Dr. Herbert Rehmer

Liebe Mitglieder, liebe Mitarbeiter und liebe „Gesundheitsinteressierten“, ich bin kein Politiker und somit kein Entscheider für gesellschaftliche Systeme. Allerdings arbeite ich im „präventivem Gesundheitssektor“ und zwar als Inhaber und Betreiber von drei Fitness- und Gesundheitsanlagen „Fitness & Gesundheit Dr. Rehmer“, einer Firma „Betrieb & Gesundheit Dr. Rehmer“ und der „Akademie Dr. Rehmer“, die sich unter anderem mit dem Thema ganzheitliche Gesundheit beschäftigt.

Nur vorweg – ich persönlich finde die Entscheidungen als angemessen und auch notwendig.

Ich möchte hiermit die bis jetzt „abgetane“ Relevanz der Fitnessbranche als Teil des Gesundheitssystems zur „Reflexion“ stellen.

Schaut man sich die Erkrankungen und die Sterbeursachen in den Industrieländern an, wird man feststellen, dass beispielsweise in Deutschland im Jahre 2018 ca. 228.000 Menschen an Krebs und 345.000 an Herz-/Kreislauferkrankungen verstorben sind. Die Techniker Krankenkasse gibt an, dass 20 – 30 Millionen der deutschen an Bluthochdruck leiden, dies entspricht bis zu über einem Drittel unserer Bevölkerung. Weiterhin leiden 8 Millionen Menschen an Diabetes, über 2 Millionen Menschen an Depressionen und viele sterben schließlich daran. Jeden Tag kommen statistisch gesehen über 2.600 Menschen in Deutschland zu Tode, an Erkrankungen oder Unfällen, die nichts mit diesem Virus zu tun haben (Statistisches Bundesamt, Jahr 2018 Deutschland).

Körperliche Aktivität und noch mehr gezieltes körperliches Training sind ein wesentlicher Baustein zur körperlichen und psychischen Gesundheit und Wohlbefinden, ebenso zum Erhalt und Aufbau der körpereigenen Abwehrkräfte, also des Immunsystems. Es wirkt protektiv auf unsere Gefäße, stärkt unser Herz-/Kreislaufsystem, wirkt stimmungsaufhellend und hält viele weitere positiven Effekte parat, die in vielen Studien und Metastudien innerhalb der letzten 40 Jahre Gesundheitsforschung aufgezeigt werden konnten.

Die Gesundheitswissenschaften propagieren einen aktiven Lebensstil und die Entwicklung der eigenen Gesundheitskompetenz. Zu diesem gesundheitsorientierten Lebensstil gehören nicht nur gesundes Essen, genügend Schlaf, Bewegung an der frischen Luft, ein adäquates Stressmanagement, sondern auch ein gezieltes Kraft- und Ausdauertraining. Man spricht auch vom Medikament „Bewegung“. Bewegung alleine, dies wissen allerdings die Sportwissenschaftler auch, reicht nicht aus, um positive Anpassungsvorgänge im Organismus zu bewirken. Hier sind bestimmte biomedizinische sportwissenschaftliche Regeln zu beachten. Ausdauertraining benötigt in den meisten Fällen kein Fitnessstudio. Krafttraining allerdings schon. Die Bedeutsamkeit von Krafttraining wurde jahrelang vernachlässigt. Nachdem sich die Forschung auch mit diesem Thema beschäftigt hat, kamen erstaunliche Ergebnisse zum Vorschein. Für viele Hochdruck- und Herzpatienten ist Krafttraining zur festen nebenwirkungsfreien „Medikation“ geworden. Diabetiker senken durch regelmäßiges Krafttraining ihre belastende Medikation. Für Menschen mit Osteoporose und Arthrose wirkt Krafttraining stabilisierend, belastbarkeitserhaltend, schmerzreduzierend und erlaubt ihnen eine verbesserte Lebensqualität. Der aktive Muskel wirkt als Regulator des Immunsystems durch die von ihm produzierten Signal- und Botenstoffe den Zellhormon den Myokinen. Diese wirken antientzündlich und dienen der Bereitstellung von Reparaturmechanismen im Körper.


Somit kann konstatiert werden, dass auch das Krafttraining für sehr viele Menschen eine bedeutsame Trainingsform darstellt. Es wäre sinnhaft dies auch zur Kenntnis zu nehmen.


Diese Effekte sind durch Laufen und Radfahren allein nicht zu erbringen. Der ganze Körper mit seinen vielen Muskeln benötigt ausreichende Belastung mit einer entsprechenden Intensität. Ein Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht bietet schon einige Effekte, aber es benötigt Sachverstand und kann mit einem voll eingerichteten Studio und deren qualifizierten Trainern nicht konkurrieren.

Die Menschen brauchen Zugang zu ausreichenden und adäquaten Trainingsmöglichkeiten!

Es wäre schön, wenn auch diese Aspekte in die Bewertung der momentanen Lage mit einbezogen werden.

Eine Möglichkeit zum „Wiedereinstieg“ nach der Ausgangsbeschränkung wäre, den Fitness- und Gesundheitsstudios bestimmte Auflagen zu „verordnen“. Beispielsweise den Abstand von 1,5 Metern einzuhalten, eine Mundschutzmaske für die Mitarbeiter vorzuschreiben und für die Kunden einen Mundschutz. Ebenso Handschuhe und Desinfektionen in kurzen Zeitrhythmen. Es könnten kontingentierte Trainings erlaubt werden, der Gruppenbereich sehr reduziert mit Abstandsfeldern markiert. Der Dusch-/Saunabereich könnte geschlossen bleiben und selbstverständlich sind Handhygienespender und Desinfektionsmittel bereitzustellen. Vielen herzlichen Dank für Ihr „Zuhören“ Dr. Herbert Rehmer

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